Mittwoch, 4. März 2009

Unterwegs...

So ihr Lieben, ich lebe noch. Es ist nur einfach nicht viel passiert, was berichtenswert wäre. Vorgestern habe ich quasi den ganzen Tag damit verbracht, nach Mietwagen zu suchen – immerhin hab ich ein Angebot gefunden für U25-Fahrer, das nicht jenseits von Gut und Böse ist. Teuer aber immer noch...

Und gestern war ich den ganzen Tag in Miami Beach unterwegs, um nach Jobs zu kucken. Habe Restaurants abgeklappert, die dort Hostessen stehen haben, um die Gäste rein zu holen. Den Tipp hat man mir auf der Party gegeben. Aber ohne Papiere...
Mit Papieren hätte mich das „Hofbräuhaus“ (volles Programm mit Dirndl usw.) direkt genommen, so aber leider nicht.

Immerhin eine Pizzeria hat mir ein „vielleicht“ gegeben, mal abwarten, was raus kommt. Werde da heute um zwölf hinfahren, sofern sie mich nicht vorher noch anrufen und absagen.


Ansonsten bin ich etwas dort herumgeschlendert, habe Landkarten gekauft und ins erste „Victoria's Secret“ hereingeschaut. Und eine Art Tempel hatten die dort auch stehen ;-)

Heute um fünf kommt dann das „Abenteuer Automatik“ auf mich zu. Hab wirklich Respekt davor, ohne Gangschaltung zu fahren. Aber leider gab's keine anderen Autos in dieser Klasse. Je nachdem wie es läuft fahre ich dann noch gerade in einem deutschen Restaurant um die Ecke vorbei und frage da nach. Das war's auch schon von hier.

Montag, 2. März 2009

Karmareinigung mit Erdbeergarnitur

Sonntag, in Deutschland ruht fast alles, hier nicht. Kasia veranstaltete eine „Karma-Reinigungs-Party“ und die wollte vorbereitet werden.

Der Grund: Meine Vorgängerin war psychisch nicht ganz beisammen und Kasia hatte ne harte Zeit mit ihr – und den unsichtbaren Menschen, die hier angeblich wüteten. Kasias Freunde meinten, da müsse nun der spirituelle Staubsauger her.


Der Morgen wurde allerdings erst einmal, schön dekadent, mit einem frischen Erdbeershake auf dem Balkon begonnen. *schlürf*
Aber dann kam die Seekuh...ja richtig, diese riesigen robbenähnlichen Grazien, die man früher für Meerjungfrauen hielt. Die nahm ihr Frühstück auch in der Bucht ein. Als wir dann aber endlich unten ankamen, war sie leider weg :-(

Muss auch eine echte Seltenheit sein, ist erst die zweite für Kasia gewesen – wenn ich kein gutes Karma bringe, wer dann?

Aber weiter im Text. Nachdem wir dann Erdbeeren mit Schokolade vorbereitet hatten, gings los in Richtung Küste. Zum ersten Mal...Miami Beach!
Kasia ging laufen – und ich versuchte, endlich mein Prepaidhandy zu bekommen. Nach einer knappen halben Stunde im Laden, habe ich das auch tatsächlich geschafft!

Also ihr könnt mir jetzt schreiben und ich antworte sogar! Aber bitte immer an die deutsche Nummer schreiben, ist besser für alle, denn ihr bezahlt normal und ich nix für den Empfang(!) der SMS.

Nach einem kleinen Abstecher zum Strand gingen wir dann im mehr oder weniger großen „Publix“ einkaufen. Hier gibt’s echt nix, was es nicht gibt – und das als Instant. Dazu noch schnell etwas beim Sushi-Heimservice bestellt und fertig.

Zurück zuhause packte ich dann die Hausfrauenkenntnisse und zauberte, nach großer Umrechnerei von Gramm in Cups, einen Biskuitkuchen, der dann später als „German cake“ deklariert und zusammen mit Vanillepudding und Erdbeeren serviert wurde. Ich frage mich wirklich, wie die hier backen können, mit solchen „Ungefähr-Maßen“. Obwohl, wenn man sich vieles hier anschaut, können sie es ja auch wirklich nicht ;-)

Um sieben ging die Party dann los, etwa 20-25 Leute waren da, um gute Wünsche mit in die Wohnung zu bringen – und die erdbeerlastigen Sangria- und Erdbeer-Mojito-Vorräte zu vernichten. Auch das Buffet war fast komplett geräumt. Gut kalkuliert :-)

Zwischendurch wurden dann noch die schlechten Gedanken rituell verbrannt und über die Balkon „rausgeschmissen“. Und ja – das war's. Um 12 war Schluss und aufgeräumt. Wach bin ich mal wieder früh um acht.

Heute steht dann endlich der Mietwagen auf dem Plan. Werde mal schauen, ob ich persönlich nicht noch was rausholen kann.

Sonntag, 1. März 2009

Zweiter Tag – Reise ins Erdbeerland

Kasia ist genial, wir lachen so viel. Von ihr kam dann gestern auch die Idee, Erdbeeren pflücken zu gehen. Denn die Saison ist hier fast schon vorbei. Schräg, so Anfang März. Nach einer knappen Dreviertelstunde Fahrt kamen wir dann auch „auf dem Lande“ an.







Die gleiche Idee hatten scheinbar auch etwa 200 andere Leute, denn kaum auf dem Parkplatz angekommen, fühlte ich mich wie in Washington, denn eine ewig lange Schlange Menschen stand dort.
Aber, wie wir schnell heraus fanden, wollten die in die angrenzende Bäckerei – kein Wunder wie das dort roch. Alles in allem fast wie bei Jerôme...

Also erst einmal aufs Feld. Und dann sah man zwei Mädels im Erdbeerrausch verschwinden – Resultat waren etwa 5 Kilo
nachdem wir uns zu einem Ende gezwungen hatten.













Dann ging's noch kurz zu den Tomaten. Keine Ahnung, was die dort im Boden haben, aber normal ist das nicht ;-)


Dazu als Garnitur eine mutierte Riesenzwiebel - und so sieht das dann aus, wenn's fertig ist:


Kasia wollte dann noch unbedingt eine Zimtschnecke – das kommt davon, wenn man nicht frühstückt. Nach etwa 20 Minuten hatten wir es dann auch tatsächlich in den Laden rein geschafft – und es hat sich gelohnt. Warme Chinnoise sind auch bei 25 Grad echt lecker :-)

Dazu noch etwas „Brot“ (bzw. das, was die hier darunter verstehen), Extra-Gemüse und dann zurück. Leider viel Verkehr, aber so habe ich auch etwas über die Straßen gelernt, besonders über die, die man meiden sollte, wenn man keine Wasser- und Nahrungsvorräte mit sich führt.

Tja, ich habe mich dann noch auf den Weg zum Supermarkt um die Ecke gemacht, um etwas einzukaufen. Es ist wirklich kein großer für US-Verhältnisse, aber selbst dort gibt es eine Menge schräger Sachen – aus europäischer Sicht jedenfalls. Was dort als Mozzarella deklariert wird, ist schon witzig. Dazu alles fettfrei oder zumindest fettreduziert. Einen normalen Joghurt gibt’s hier jedenfalls nicht.

Wollte eigentlich noch in Richtung Miami Beach laufen, um vielleicht endlich mein Handy ergattern zu können, aber es wurde schon langsam dunkel. Werde ich morgen aber nachholen - denn da will ich hin:


Etwas müde bin ich auch, die Feldarbeit strengt ein Stadtmädel schon an. Wenigstens bin ich nicht völlig weggebrutzelt, ist ja auch schon was. Der Anteil an Sommersprossen ist aber schon eindeutig gewachsen.

Morgen werden dann auch die restlichen Erdbeeren (etwa 4,7 Kilo nach meinem Abendessen) dran glauben müssen und zu einem Kuchen und Mojitos verarbeitet – denn es kommen Gäste. Bin sehr gespannt...

PS: Kommentiert doch mal ;-)

Samstag, 28. Februar 2009

Der erste Tag

Ein langer Tag ist zu Ende, viel gesehen und (sorry Schatz) ich hab nen anderen geküsst. Aber keine Angst, er ist erst drei Jahre alt ;-)

Aber der Reihe nach.

Früh wach geworden (Danke, dämlicher früher Vogel vorm Fenster. Ich hoffe du hast deinen Wurm bekommen!) und dann ging's los. Angelo kam, sah und nahm mich in Beschlag. Keine Chance mehr zu entkommen ;-)

Sogar beim Zähneputzen hatte ich Gesellschaft von ihm. Aber dann gings doch erstmal zum Kindergarten – fand er allerdings weniger gut. Dreijährige ähneln sich doch irgendwie weltweit.


Ist nicht ganz so einfach, ihn zu verstehen. Manchmal weiß ich nicht, ob es am Schnuller liegt oder ob er gerade Spanisch spricht. Er mixt beide Sprachen permanent. Nächste Mission wird auf jeden Fall sein, ihm meinen Namen richtig beizubringen – er macht so ziemlich alles daraus im Moment, was mit Vokalen und Konsonaten in zwei Silben möglich ist.

Aber weit im Text: Jenny, ihre Mutter und ich gingen dann auf Häuserbesichtigungstour. Nette Nachbarschaften gibt’s in Miami...und gute italienische Restaurants offenbar auch. Lecker Nudeln und ein Nachtisch zum drin baden - man braucht also doch kein Fastfood, um hier Gewicht zu machen ;-)

Nach viel Fahrerei und dem gescheiterten Versuch ein Prepaidhandy zu ergattern, bin ich aber dann aber doch Abends hier im Apartment angekommen. Kasia, meine Mitbewohnerin, ist klasse. Wir haben schon viel gelacht.
Und zur Wohnung selbst...tja, da sieht man Nachts vom Balkon etwa das hier...



Lest morgen: Zwei Mädels gehen Erdbeeren pflücken - Erdbeerland USA

A long journey...

So, ich hab's geschafft, ich sitze nun auf US-Boden. Eigentlich ja gestern schon, aber der Reihe nach.

Erstmal zu meinem 24 Stunden-Tag.

11.00 Uhr Ortszeit: Tränenreicher Abschied in Frankfurt – nur die Männer blieben stark. Die drei Generationen Frauen am Gate konnte man hingegen einander problemlos zuordnen *sniff*

Schade, auf dem Flug nach Washington keinen Fensterplatz erwischt. Zwischenreihe :-(
Neben einem lebenden Klischee, aber dazu will ich mich nun nicht allzu „breit“ äußern ;-)
Das Essen war sogar fast lecker, aber mit dabei waren leider auch die beiden schlechtesten Brötchen meines Lebens – oder zumindest etwas, das sie als solches deklariert haben. Geht doch nicht über good old German bread...

Es werden grüne Zettel verteilt – die verdächtige Ähnlichkeit mit dem haben, was ich vorher online ("min. 72 Stunden vorher") ausfüllen musste. Warum das dann? Werde ich wohl nie erfahren. Dazu noch ein Extrawisch, ob ich irgendwelche Samen oder Insekten mitbringe. Wenn dann wohl eher zufällig.

Zwischenstopp in Washington

Aussteigen und dann erstmal (Surprise, Surprise) WARTEN. Aber immerhin nett dabei unterhalten – und festgestellt, dass auch die deutschen Klischees nicht von ungefähr kommen.
Niemand sonst hat alle Unterlagen fein säuberlich sortiert in diversen Mäppchen bei sich wie die Deutschen.

Einige Zeit später habe ich das durchlöchernde Gespräch am Einreiseschalter („Was wollen Sie hier?“, „Haben Sie genug Geld?“) hinter mir und Fingerabdrücke zusammen mit dem grünen Zettel abgegeben. Nur noch ein Gedanke: Durst!

Aber erstmal Koffer abholen – um sie dann 200 Meter später wieder auf ein Band stellen zu lassen. Wenigstens werde ich nicht rausgewunken und muss die Koffer ausräumen, sie wollen nur meinen zweiten Zettel. Immer noch Durst! Hoffnung keimt auf, ich biege ab...und stehe in der nächsten Reihe. Warten auf die Vollkontrolle. Schuhe aus (da lob ich mir doch die verschnupfte Nase), Tasche ausräumen, alles in Kisten und wieder rauspacken usw.

Könnte ja sein, dass ich mich auf dem Weg vom Flugzeug noch beim Messerhändler an der Ecke eingedeckt habe...
Jetzt aber...geschafft. DURST!

Und was ist das erste, was man sieht? Starbucks. Wendy's. Dunkin' Donuts. Und Obama-Fan-Plakate. Ansonsten alles grau. Wirklich alles.

Aber meine ersten Dollar gehen erstmal für ein Wasser und einen Riesenjoghurt drauf – und ich setze mich zum Warten an mein Gate. Hätte auch gerne direkt gepostet, aber jedes W-LAN kostete.

Immerhin: Mein Handy funktioniert. Sollte ich mal E-Plus erzählen, die wussten das jedenfalls nicht. Falls ihr also schreiben wollt, nur zu! Werde ab und an mal die Karte einlegen – antworten allerdings eher nicht. Für's Tagesgeschäft muss ein Prepaid her.

Weiter gehts


Weiter ging es dann nach (wer hätte es gedacht...) langem Warten dann endlich nach Miami.
Erst einmal Freude: Fensterplatz! Zumindest laut Plan. Im Flugzeug war's dann leider der einzige Fensterplatz ohne Fenster. Ja so etwas gibt es. Mit etwas Anstrengung schafft man aber einen Blick nach draußen, wie ihr sehen könnt:


Und dann endlich da! Sogar 20 Minuten früher als geplant. Selbst der Flughafen sah klasse aus, wenn auch total leer. Standesgemäß *räusper* kam dann der weiße Mercedes (mit Onofrio, Jenny und ihrem schlafenden Sohn Angelo) vorgefahren ;-)

Erster Eindruck der amerikanischen Verhältnisse: Bigger is better. Ohne Untertreibung. Zwischenstopp an einem Supermarkt mit Dimensionen, die man sich kaum vorstellen kann.

Die erste Nacht verbrachte ich dann in einem Bett für das ich fast eine Leiter brauchte. Wie gesagt, bigger...

Samstag, 21. Februar 2009

Der große Tag *tusch*

So, jetzt geht's doch tatsächlich los. Nach viel hin und her ist alles geregelt. Die Koffer sind gepackt (zweimal 20 kg, Gepäckgrenze looooocker geschafft) und das mindestens ebenso volle Privattaxi kommt gleich.

Was könnte jetzt passender sein als ein echter Klassiker von John Denver?
(Wer irgendwann mal mit mir in Südfrankreich war, sollte mitsingen können)



Gönnt mir dieses kleine bisschen "more drama, baby" ;-)

Wir lesen uns wieder in einer anderen Zeitzone...

Freitag, 6. Februar 2009

Das ist er nun...

...mein kleiner, aber feiner Blog.

Werte Online-Gemeinde, nun habe auch ich es geschafft: Ich bin endgültig Teil der "Generation Web 2.0" und nerve von nun an die Welt mit den famosen Belanglosigkeiten meines Lebens - was sie auch sicher wahnsinnig interessieren wird.

Ein großer Schritt, denn...ach was, es ist schlicht einfacher als jeden einzeln per Mail anzuschreiben, den Kram im Studi-VZ zu posten, zu dem eh nicht jeder Zugang hat oder in der Weltgeschichte rum zu skypen. ;-)

Hier sollt ihr lesen können, wie es mir in einem beschaulichen Städtchen im Bundesstaat der Sümpfe, Aligatoren, Rentner und XXL-Familienpackungen so ergeht.

Wird mein Teint der Sonne standhalten? Wird sich mein Englisch verbessern - oder doch eher mein Spanisch? Schaffe ich überhaupt die Gewichtsgrenze fürs Gepäck?

Fragen über Fragen...

Dazu natürlich knallharter Wissenschaftsjournalismus über die Sehenswürdigkeiten der Stadt -
und die Klischees ihrer Einwohner.

Dran bleiben ;-)