Freitag, 29. Mai 2009

Erneut auf hoher See

Mein letzter ganzer Tag brach an, Memorial Day. Und noch einmal ging es auf hohe See, wir gingen segeln. Wie an meinem ersten Wochenende auch, so schließt sich der Kreis *schwelg*
Nur dieses Mal war auch Kasia dabei.

Am Steuer, wie üblich, Kapitän Dave und dazu insgesamt zehn weitere Besatzungmitglieder, es war also etwas enger. Aber schön. Wir hatten gute Winde, reichlich zu Essen (die üppigen Reste des Barbecue) und haben uns prima unterhalten. Sogar ein Geburtstagkind war mit an Bord - und so kam ich noch einmal zu einer Lime Pie. Zwar nicht die "Beste der Insel", aber immerhin die beste vom Publix-Supermarkt. War auch lecker!

Auch getränketechnisch wurde einiges geboten. Neben Softdrinks, Wein und Bier gab es dieses Mal einen besonderen Mix aus der Hand eines Neu-Besatzungsmitglieds. Aus ihrem Heimatland frisch in der Kombüse zusammengebrodelt: Mexican Beer. Nicht, wie wir zuerst vermuteten, eine Art "Desperados", sondern eher ein "würziges" Bier. Mit Tabasco, Limettensaft und...Maggi.

Und jetzt gibt's was zu lernen: Auf unsere Bemerkung hin, Maggi sei ja DAS saarländische Nationalgewürz, gab es ein "Hey, in Mexico aber auch" zurück. Und auch Kasia meinte, in Polen ginge ohne das braune Fläschchen garnix. Gewürze für den Weltfrieden...

Kasia und ich sind auch noch einmal schwimmen gegangen. Vor einigen Millionärsinseln auf eine Sandbank, um die sich etwa 40 Schiffe versammelt hatten - quasi Rush Hour. Wie gesagt, es war Memorial Day...
Zog sich doch länger als wir gedacht haben und so hielten wir ein kleines Motorboot an und ließen uns von den beiden netten Herren zurück kutschieren. Hat doch auch Vorteile ein schwaches Frollein zu sein ;-)

Nach der Pause schipperten wir weiter - um kurz darauf wieder vor Anker zu liegen. Denn dunkle Wolken zogen auf und wir verkrochen uns in eine Bucht (zwischen noch mehr Villen). Dann wurde es wieder klarer, wir umfuhren die mögliche Sturmfront und schipperten gen Heimathafen...um noch ein letztes Highlight zu sehen: Wilde Delphine. Und dieses Mal nicht so weit weg, sondern ziemlich nah dran :-)

Und dann hieß es Abschied nehmen. Aber ich bin, wie mir versichert wurde, jederzeit willkommen auf dem Schiff. Es hat auch jeder direkt gefragt, wann ich denn nun wieder komme nach Miami.

Und weiter ging es dann noch zum nächsten Abschied, zu Onofrio und Jenny. Dort erwartete uns nicht nur etwas leckeres zu essen (wieder mal), sondern auch ein total aufgedrehter Angelo. Sie brauchen wirklich ein größeres Haus, sein Rennbedarf ist im kleinen Wohn-/Esszimmer nicht mehr erfüllt. Und sogar Spiderman schaute vorbei ;-)

Dann hieß es vorm Grand View Palace wirklich "Auf Wiedersehen", ein letztes Drücken und die Einladung, dass ich jederzeit ein Plätzchen im neuen Haus haben könne.

Damit war der Tag aber noch nicht zu Ende. Drei Monate Leben mussten wieder in Koffer verfrachtet werden, zum Glück nicht in zwei wie beim Hinflug, sondern vier. Leider ohne Waage und so musste ich schätzen, ob es hinhaut mit den 22,5 kg pro Stück.

Das war er also, mein letzter Tag in Miami. Es war schon merkwürdig, ein letztes Mal vorm Panoramafenster einzuschlafen.

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