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Der letzte Morgen wurde zusammen mit Kasia mit Kaffee begossen - und einem reichlichen Frühstück bei IHOP. Pancakes satt. Teilweise mit Erdbeeren, was natürlich wieder erdbeerlastige Erinnerungen hervorbrachte. Und wir stellten dort schon fest: Wir würden uns richtig schwer vermissen.
Zurück im Grand View Palace taten die Fahrstühle noch einmal alles, damit ich sie so schnell nicht vergessen würde: Es funktionierte nur einer. Dementsprechend lange dauerte es auch, bis wir dann unten beim Taxi angekommen waren. Dann wurde es ernst mit Kasia - Auf Wiedersehen nach drei Monaten genialer Mitbewohnerschaft. Und so verdrückten wir auch das ein oder andere Tränchen *schnief* Aber natürlich nicht ohne uns zu versichern, dass wir beim anderen jederzeit herzlichst willkommen sein würden.
Jetzt aber los zum Flughafen, wir waren schon leicht spät dran. Und unser Taxifahrer, der optisch stark dem "Olm" ähnelte, tat alles, damit das auch so blieb. Denn unterwegs fuhr er an einem Kanal einfach so rechts ran, schaltete das Taxometer aus und zeigte ins Wasser. Dort würde er öfter mal Seekühe sehen und auch jetzt, da hinten, das Graue, könnte eine sein. Sekunden vergingen. "Oder auch nur ein Karton." Argh.
Aber irgendwann kamen wir dann doch erfolgreich am Flughafen an, um uns der nächsten Aufgabe zu stellen: Dem Selbst-Check-In. Eigentlich ganz einfach: Pass rein, bestätigen, dass man zu dem Ort will, den das Gerät anzeigt, Kofferanzahl eingeben und fertig. Schwierig wird es dann, wenn man nicht alleine reist und doch gerne Plätze nebeneinander hätte. Okay, man schaut nach, ob man irgendwo Plätze aussuchen kann, aber das einzige, was geht, ist das Upgrade zur nächsten Klasse.
Wirklich personalsparend ist das Ganze auch nicht, denn der Typ, der von Automat zu Automat hechtete, um alles zu erklären, schien mehr als gut ausgelastet. Letztlich hatten wir unsere vier Tickets, von denen nur drei eine Sitznummer enthielten, aber keine nebeneinander. Und die Anzahl der Gepäckstücke würde automatisch dort immer mit "Null" angezeigt. Ahja, mal schauen, was mit uns in Frankfurt ankommen würde. In Miami machten wir uns erst einmal auf den Weg zum Boarding, um dort die netten Damen damit zu beschäftigen, uns Nachbarplätze zu besorgen. Na, wenn das nicht zeit- und personalsparend ist mit den Automaten...
Und dann ging es los, ein letzter Blick auf Miami und das war's. Einfach ein merkwürdiges Gefühl, etwas so bildlich hinter sich zu lassen. Washington erwartete uns wie vermutet: Grau. Noch ein letztes Mahl auf amerikanischem Boden, dann ging es weiter.
Leider nicht so ganz wie erwartet. Meine Annahme, dass man doch sicher die gleiche Anzahl Decken wie Sitzplätze auf einen Nacht-Interkontinentalflug mitnimmt, erwies sich als falsch. Es gab keine mehr. Und so fror ich, trotz Bernds Weste, so ziemlich den ganzen Flug hindurch und konnte nicht schlafen.
Aber es kam noch besser: Mein Bildschirm und der meiner Nachbarin verweigerte nach den ersten 45 Minuten Film seinen Dienst. Also nix mit Entertainment. Aber nach der ersten Runde würde das System wieder hochgefahren, wie uns die Stewardess versprach. Und tatsächlich, die Bildschirme liefen wieder...so ziemlich genau wieder 45 Minuten. Dieses Mal hatte ich aber den gleichen Film wie Bernd und so schaute ich die andere Hälfte auf seiner Schulter mit einem seiner Stöpsel im Ohr.
Für den Film (96 Stunden) hat es sich auch gelohnt, aber leider ging es meinem Nacken danach weniger gut. Und dementsprechend gerädert kamen wir auch in Gudd Old Dschörmäny an.
Ich stellte fest, dass ich doch konditionierter bin als ich dachte, nachdem ich bei der Passkontrolle dem "Danke" ein "You're welcome" folgen lassen wollte. Aber dann ging es zum Glück recht schnell. Alle unsere Koffer hatten ihren Weg gefunden. Für ihren Inhalt interessierte sich kein Zollbeamter, denn es saß schlicht und einfach keiner an der Kontrollstation (Mist, hätten wir die kubanischen Zigarren doch mitnehmen sollen) und direkt am Ausgang erwartete uns unser Chauffeurservice :-)
Ich bin also wieder zuhause. Noch leicht kulturgeschockt und frierend (ja, wirklich!) und irgendwie ist der Blick vom Balkon nicht mehr der gleiche, aber ich bin froh, bald alle wieder zu sehen.
Mein letzter ganzer Tag brach an, Memorial Day. Und noch einmal ging es auf hohe See, wir gingen segeln. Wie an meinem ersten Wochenende auch, so schließt sich der Kreis *schwelg*Nur dieses Mal war auch Kasia dabei. Am Steuer, wie üblich, Kapitän Dave und dazu insgesamt zehn weitere Besatzungmitglieder, es war also etwas enger. Aber schön. Wir hatten gute Winde, reichlich zu Essen (die üppigen Reste des Barbecue) und haben uns prima unterhalten. Sogar ein Geburtstagkind war mit an Bord - und so kam ich noch einmal zu einer Lime Pie. Zwar nicht die "Beste der Insel", aber immerhin die beste vom Publix-Supermarkt. War auch lecker!
Auch getränketechnisch wurde einiges geboten. Neben Softdrinks, Wein und Bier gab es dieses Mal einen besonderen Mix aus der Hand eines Neu-Besatzungsmitglieds. Aus ihrem Heimatland frisch in der Kombüse zusammengebrodelt: Mexican Beer. Nicht, wie wir zuerst vermuteten, eine Art "Desperados", sondern eher ein "würziges" Bier. Mit Tabasco, Limettensaft und...Maggi. Und jetzt gibt's was zu lernen: Auf unsere Bemerkung hin, Maggi sei ja DAS saarländische Nationalgewürz, gab es ein "Hey, in Mexico aber auch" zurück. Und auch Kasia meinte, in Polen ginge ohne das braune Fläschchen garnix. Gewürze für den Weltfrieden...
Kasia und ich sind auch noch einmal schwimmen gegangen. Vor einigen Millionärsinseln auf eine Sandbank, um die sich etwa 40 Schiffe versammelt hatten - quasi Rush Hour. Wie gesagt, es war Memorial Day...Zog sich doch länger als wir gedacht haben und so hielten wir ein kleines Motorboot an und ließen uns von den beiden netten Herren zurück kutschieren. Hat doch auch Vorteile ein schwaches Frollein zu sein ;-)Nach der Pause schipperten wir weiter - um kurz darauf wieder vor Anker zu liegen. Denn dunkle Wolken zogen auf und wir verkrochen uns in eine Bucht (zwischen noch mehr Villen). Dann wurde es wieder klarer, wir umfuhren die mögliche Sturmfront und schipperten gen Heimathafen...um noch ein letztes Highlight zu sehen: Wilde Delphine. Und dieses Mal nicht so weit weg, sondern ziemlich nah dran :-)Und dann hieß es Abschied nehmen. Aber ich bin, wie mir versichert wurde, jederzeit willkommen auf dem Schiff. Es hat auch jeder direkt gefragt, wann ich denn nun wieder komme nach Miami.
Und weiter ging es dann noch zum nächsten Abschied, zu Onofrio und Jenny. Dort erwartete uns nicht nur etwas leckeres zu essen (wieder mal), sondern auch ein total aufgedrehter Angelo. Sie brauchen wirklich ein größeres Haus, sein Rennbedarf ist im kleinen Wohn-/Esszimmer nicht mehr erfüllt. Und sogar Spiderman schaute vorbei ;-)Dann hieß es vorm Grand View Palace wirklich "Auf Wiedersehen", ein letztes Drücken und die Einladung, dass ich jederzeit ein Plätzchen im neuen Haus haben könne. Damit war der Tag aber noch nicht zu Ende. Drei Monate Leben mussten wieder in Koffer verfrachtet werden, zum Glück nicht in zwei wie beim Hinflug, sondern vier. Leider ohne Waage und so musste ich schätzen, ob es hinhaut mit den 22,5 kg pro Stück. Das war er also, mein letzter Tag in Miami. Es war schon merkwürdig, ein letztes Mal vorm Panoramafenster einzuschlafen.
Sonntag Morgen. Barbecue-Tag. Erster Blick aus dem Fenster. Grau. Nass. Enttäuschung. Der Plan, bereit um halb zehn den Grillplatz im Park zu besetzen, wird erst einmal aufgegeben.
Doch erneut Hoffnung auf den Wetterwechsel. Es klart etwas auf. Wir packen das Riesengepäck mit Fleisch, Getränken, Nudelsalat und Kohle in die Autos und machen uns gegen halb zwölf auf den Weg. Tatsächlich finden wir ein Plätzchen, allerdings weit entfernt von Unterstellmöglichkeiten.
Grillanzünder hatten wir natürlich vergessen, aber den erbeuteten wir Mädels, indem wir zwei Männern ihre Melone retteten. Klingt komisch, ist aber so. Das (geschätzte) Sechs-Kilo-Obst, wollte einfach nicht beim Transport auf der Kühlbox liegen bleiben, also trugen wir es zu deren Grillplatz und bekamen im Austausch den Spiritus. So brachten wir schließlich das Feuer in Gang, fehlten nur noch die Gäste.
Die waren aber offenbar etwas pienzig, was das Wetter anging und brachten ihm nicht so ein Vertrauen entgegen wie wir. Kasia hängte sich also ans Telefon und motivierte...
Bevor jedoch die ersten Gäste kamen, lernten wir erst einmal einen Parkbewohner kennen, der sich mit einem lauten Krachen ankündigte: Ein Palmblatt fiel - und mit ihm der darauf sitzende Racoon. Der war, verständlicherweise, erst einmal verwirrt aufgrund des plötzlichen Höhenunterschieds und kuckte dementsprechend verdattert links und rechts in die Runde - um sich dann auf die nächste Palme zu flüchten. Wusste nicht, dass das zu ihrem natürlichen Lebensraum zählt, aber offenbar schon ;-)
Und dann trauten sich die ersten Leute in den Park. Marilyn brachte ihre Enkelin mit, Allison kam mit Cotton, Cesar mit seiner Freundin und noch weitere Freunde Kasias schauten vorbei, während die Sonne nun richtig schön vom Himmel knallte.
Zwischendurch gingen wir noch ins Meer planschen. Es war ein richtig schöner Tag. Der Grill brutzelte fast sieben Stunden vor sich hin bis wir uns schließlich mit den ersten Regentropfen auf den Weg nach Hause machten. Wir hatten's wirklich drauf mit dem Wetter ;-)
Kommen wir nun zum Samstag. Da wir für Sonntag ein "Kasia und Nadine verabschieden sich"-Barbecue geplant hatten, stand Samstag Mittag der Einkauf dafür auf dem Programm. Da Kasia arbeiten musste und sowieso Umzugstress hatte, machten Bernd und ich uns alleine auf den Weg. Zur Stärkung wollten wir eigentlich vorher noch im "IHOP" (das Pancake-Restaurant) frühstücken, aber dieser Plan wurde konsequent vereitelt. Vor der Tür standen etwa 20 Leute, innen war alles proppedicht - und alles Afroamerikaner (oder wie auch immer der aktuell poltisch korrekte Begriff lautet). Warum auch immer, vielleicht ist der Samstag vorm Memorial Day auch ein besonderer.
Pancakes gab es für uns daher keine, also musste eine Alternative her. Diese fanden wir dann in der "Buenos Aires Bakery" ein paar hundert Meter weiter. Von außen unscheinbar tut sich innen ein Paradies der Backkunst auf. Quasi Café Lollo auf Südamerikanisch: Kaffestückchen, Kekse, Kuchen, Wraps, Sandwiches...und natürlich Cuban Coffee :-)
Gut gestärkt gingen wir dann zum Einkaufen, wo Bernd, wie erwartet, einen leichten Kulturschock erlebte. Er fühlte sich wie ich bei meinem ersten Supermarktbesuch: Hoffnungslos erschlagen. Dennoch schafften wir es, den Supermarkt noch vorm Abend zu verlassen, mit allem nötigen zum Grillen, von Kohle bis Steak, und zu Bernds Freude auch mit japanischem Bier zum Schnäppchenpreis. Doch das sollte nicht das einzige Fleischfest des Tages werden, Abends gingen wir noch mit Kasia zum Steakhouse. Dem mit den Riesen-Sandwiches. In Erwartung einer entsprechenden Tellerportion hielten wir uns auch für schlau als wir zu dritt die Grillplatte für zwei Personen (die keinerlei Beilagen enthielt) und etwas Gemüse bestellten, aber selbst das, war nicht zu schaffen. Aber lecker war's.
Und am Schluss musste auch noch ein Nachtisch her. Was wir da am Nachbartisch sahen, hat uns im wahrsten Sinne des Wortes "entflammt" und so bestellten auch wir die Crêpes. Doch der Abend sollte noch weiter gehen. Kasia fühlte sich, nachdem wir das Essen bezahlt hatten, geradezu genötigt, uns noch einen Cocktail auszugeben und so fuhren wir noch zu "Boteco", einer Bar ganz in der Nähe unserer Wohnung mit Caipis in allen Variationen. Ich nahm die Erdbeer-, Kasia und Bernd die Kiwiversion. Wieder lecker und überaus gehaltvoll ;-)Und so ging auch der Samstag zu Ende. Erster Wehmut machte sich breit, aber wir freuten uns auf's Grillfest!
Der Freitag begann unschön: Verregnet. Und er ging auch erst einmal so weiter als wir uns auf den Weg in die Everglades machten. Das war kein Schauer, das war so, wie man sich einen Hurricane vorstellt - nur mit weniger Wind. Dusche extrem. Aber wir hofften auf die in Florida üblichen Wetterwechsel - und sollten recht behalten.
Nach dem Einführungsfilm im "Everglades National Park" hörte der Regen auf und wir konnten trockenen Fußes starten. Regenponchos für den "Worst Case" haben wir trotzdem gekauft. Umsonst zum Glück, denn das Wetter hielt.
Der Park ist so aufgebaut, dass man mit dem Auto quer durchfahren kann und links und rechts dann Wanderwege, Aussichtsplattformen usw. abzweigen.
Beim ersten hätte Alfred Hitchcock seine wahre Freude gehabt. Schwarze, Geier-ähnliche Vögel überall. Zum Glück aber leise, geradezu geräuschlos. Und los ging's dann auf die ersten beiden Wege, laut Reiseführer auch die besten des Parks.
Zu Recht, denn auf dem ersten Weg sah man überall Aligatoren im Wasser oder sogar direkt vor unseren Füßen. Einer hatte es sich richtig schön quer auf dem Gehweg gemütlich gemacht - und ebenso gemütlich machte er sich auf den Weg ins Gebüsch als ihm die Touris offenbar zu nervig wurden.
Ist wirklich beeindruckend, was einen da umgibt. Skurile Bäume, Schildkröten, Fische und natürlich Wasser. Viel Wasser.
Der zweite Weg war dafür eher dschungelähnlich, quer durch ein Waldstück. Aligatoren gab es dort weniger, dafür einige niedliche kleine Echsen im Unterholz.
Die beiden anderen Wege, die wir ansteuerten waren leider wenig interessant. Einer führte quer durch den Pinienwald (sah fast aus wie in Südfrankreich), der andere gab einen Ausblick übers Land, das fast aussah wie die Savanne. Inzwischen hatten sich auch savannenähnliche Temperaturen eingestellt, es war erdrückend heiß. Perfektes Klima für Moskitos, wie man an meinen Beinen, trotz Anti-Mücken-Mittel, schnell sehen konnte.
Also machten wir uns auf den Rückweg, unser Magen verlangte auch nach Nahrung. Die fanden wir dann bei "Popeye's", einem der vielen Fastfoodtempel. Dort gab es aber nicht etwa Fisch und Spinat, sondern Hühnchen. Prinzipiell fritiert. Quasi wie bei dem Laden aus Kentucky.
Es war, wie erwartet, gehaltvoll - trotz der geringen Menge, die wir konsumierten. Gleichzeitig nutzte Bernd die Gelegenheit zu einer Getränkeverköstigung der Softdrinks. Es ging noch relativ harmlos los mit "Mountain Dew", das Getränk, was wir vergeblich bei Taco Bell zu bestellen versuchten. Absolut nicht mein Geschmack, aber immerhin noch trinkbar, ohne einem sofortigen Zuckerschock zu erliegen.
Dann folgte etwas, für das die deklarierte Geschmacksrichtung "Erdbeer" kaum zutreffend ist. Es schmeckte wie dreifach gezuckertes Erdbeerkonzentrat.
Das grandiose Finale bildete aber ein "Tropical Drink". Um es mal in der Weinsprache auszudrücken: Zu Beginn ansatzweise fruchtig, man bildet sich ein, man könnte erfrischt werden. Dann wird man aber von einer geballten Ladung Zucker erschlagen und im Abgang verbleibt nur eine Art pelzige Trockenheit, die man mit einer großen Menge Flüssigkeit zu bekämpfen wünscht. Fürchterlich.
Zurück führen wir dann die US-1 entlang. Das dauerte zwar lange, aber immerhin sah Bernd dann etwas von Downtown. Abends gab es dann noch "etwas ordentliches" für den Bauch: Pizza Rustica. Hatte ja versprochen, dass wir noch einmal da essen.
Die Mädels haben sich gefreut, lecker war die Pizza auch. Anschließend gingen wir noch ins Kino. Dieses Mal in einen Film, der noch nicht in Deutschland lief: Terminator Salvation. Solides Actionkino, wie erwartet. Und offenbar halten ihn einige Amis auch für den perfekten Kinderfilm. Nach dem Film sahen wir zwei Väter mit ihren lieben Kleinen: Einer vielleicht sieben, der andere höchstens fünf Jahre alt. Aber ist ja auch logisch, im Film hat sich ja keiner nackig gemacht...
Der Donnerstag war eher unspektakulär, aber schön. Unser Weg führte erneut nach Coconut Grove - bei kaum beschreibbarer Hitze. Wir schlenderten durch die hübschen Straßen, in kleine Geschäfte und in die "Yoghurbella"-Eisdiele. Anschließend riefen wir Onofrio und Jenny an, um Essen zu gehen. Und wo wohl? Natürlich beim Italiener! Lecker war's wieder. War ja auch nicht anders zu erwarten ;-)
Und das Highlight des Tages kam dann spät des Nachts: Das neue Domizil, quasi "Azzaretto-Mansion". Noch heftigst im Umbau und mit zahlreichen krabbelnden "Untermietern", aber beeindruckend schön. Inklusive (Whirl)-Pool und Mangobaum im Garten. Da komm ich gerne mal wieder zu Besuch vorbei ;-)
Den zweiten Tag auf Key West vebrachten wir hauptsächlich auf und im Wasser. Wir gingen ins Riff schnorcheln! Leider habe ich keine Unterwasserkamera, also kann ich nicht zeigen, was mir vor die Taucherbrille schwamm, aber es war wunderschön! Beim ersten Stopp habe ich viele, viele bunte Fische gesehen, teilweise riesig. Bei den großen Papageienfischen konnte ich sogar hören, wie sie an den Steinen knabberten. Der zweite Stopp war leider weniger gut, dort hatte sich so ziemlich alles mit Flossen verkrümelt oder versteckt, man sah eigentlich nur Seegras. Bis wir dann zurück zum Schiff gepaddelt sind: Dort sahen wir dann, quasi als Finale, einen großen Barracuda - zumindest denken wir, dass es einer war. Die Rückfahrt war dann eher blümerant für mich, aber ich habe es doch noch geschafft, ohne nähere Relingsbekannschaft, wieder an Land zu kommen. Dort gab's dann erst einmal Mittagessen. Und dekadent wie wir sind, haben wir uns - nach Hummer am Vorabend - ein paar Austern gegönnt. ;-)
Und dann ging's zum Parasailing - wir wurden an einem Fallschirm hinter dem Boot hergezogen. Und das war echt ein dicker Hund - mit an Bord ;-) Hat riesig viel Spaß gemacht! Fotos existieren aber leider nicht, denn die CD für 30 Dollar extra haben wir dann doch abgelehnt.
Gerne angenommen hingegen haben wir ein letztes touristisches Muss: Den Key Lime Pie. Eine Art Käsekuchen mit Limettengeschmack. Und natürlich hatten wir "the best Lime Pie on the island". Zumindest stand das so auf der Speisekarte. Dann wird es wohl gestimmt haben ;-) Anschließend sind wir dann nur noch zurück zum Auto geschlendert, die ersten Regentropfen fielen und dann ging es zurück nach Hause. Und der Weg zog sich...denn obwohl es nur geradeaus geht, sind dort überall Geschwindigkeitsbegrenzungen. Zuhause musste aber doch noch etwas zu futtern her. Genug der Hummer und Austern, unsere Wahl fiel auf "Taco Bell". Leider war es dort alles andere als Fast Food. Das lag allerdings weniger an der Zubereitungszeit, sondern an der durchdachten Funktionalität des Drive-Through-Schalters bzw. an der Dame auf der anderen Seite der Leitung. Die musste Multitask im Extrem zelebrieren - und scheiterte leider auf ganzer Linie. Es funktioniert eben einfach nicht, wenn man sich parallel mit Leuten am knarzenden Lautsprecher UND am Schalter mit Ware und Geld beschäftigen muss. Die Bestellung dauerte mindestens zehn Minuten, immer wieder musste neu angesetzt werden. Aber irgendwann hatten wir auch das geschafft. Und die Quesadilla war garnicht so schlimm wie gedacht, ich konnte noch aufrecht ins Bett gehen und musste nicht rollen ;-)
Am Dienstag machten wir uns auf den Weg in die Keys. Wie gesagt, der Wetterbericht ließ nichts gutes erahnen - aber er sollte glücklicherweise nicht ganz Recht behalten! Zwar regnete es auf dem Hinweg immer wieder mal, aber ansonsten hatten wir die zwei Tage über richtig gutes Wetter. Erst pünktlich zur Abfahrt regnete es wieder :-)
Auf dem Hinweg machten wir einen Zwischenstopp beim Dolphin Research Center. Dort werden, aufmerksame Leser haben das sicher schon am Namen erahnt, Delfine erforscht. Ist schön angelegt, die Tümmler haben abgetrennte Bereiche im Meer, die sie aber - wenn sie wollten - locker überspringen können. Machen sie auch ab und zu, wie man uns auf Nachfrage erzählte. Aber nicht etwa, um in die Weiten des Ozeans abzuhauen, sondern in den meisten Fällen schwimmen die Jungs nur zum Bereich der Mädels. Allzu lange haben wir uns dort aber nicht aufgehalten, wir hatten ja noch ein gutes Stück Weg vor uns. Natürlich auch über die berühmte "Sieben Meilen Brücke". Schon beeindruckend.
Am frühen Mittag (es zieht sich schon ein bisschen...) erreichten wir dann Key West. Ab zum Bed and Breakfast Hotel - und das war wirklich knuffig. Von außen klassisch weiß verschnörkelt und innen eine Rezeption, die vor Plunder geradezu übequoll. Und dazu eine total herzliche Besitzerin. Dazu gehörten verschiedene kleine Gebäude, in denen dann die Zimmer lagen, umgeben von einem herrlichen Garten voll mit Hängematten, Liegestühlen und Hollywoodschaukeln.
Zuerst ging es aber zum Strand, der, wie wir schon gewarnt worden waren, nicht sonderlich groß und schön war. Aber zum planschen hat er prima gereicht. Danach noch kurz in den Mini-Pool des Hotels und dann ging es auch schon weiter Richtung Sonnenuntergang. Zwischenstopp beim südlichsten Punkt des Festlands der USA (quasi touristische Pflicht) und dann durch die Duval Street (voller kleiner Hotels, Läden und natürlich Bars) zum Sonnenuntergangsplatz.
Dort wurde natürlich Kram verkauft und Gaukler und Sänger boten ihr Können dar. Einer auf einem riiiiiesigen Einrad war besonders gut. Am besten waren seine Sprüche: "Ich bitte euch nur um eine kleine Anerkennung nach der Show. Helft mir, damit ich weiter auf der Straße leben kann!"
Getrunken wurde rundherum, typisch für Key West, natürlich auch viel. Ist so etwas, wie das Malle der Amerikaner, insbesondere der Schwulen und Lesben. Und ähnlich wie auf der Deutschen liebster Insel, wird auch dort teilweise in Eimern serviert. Allerdings in kleineren. Bernd konnte dem kleinen grünen mit Schaufel nicht widerstehen und so sahen wir der untergehenden Sonne Erbeer-Margharita schlürfend entgegen. Schöööön wars.
Nur der Applaus hat irgendwie nicht so ganz hingehauen, denn aufgrund einiger Wölkchen konnte man nicht so ganz feststellen, wann die Sonne nun als untergegangen gilt ;-)
Weiter ging es dann zum Essen. Ich wollte unbedingt einen Lobster - und den bekam ich dann auch. War echt lecker, aber auch ganz schön viel Arbeit, um alles raus zu puhlen. Doch überraschenderweise brachte mir die mitgelieferte Ofenkartoffel mehr Widerstand entgegen als das Krustentier...
Wir nutzten den Montag und taten der amerikanischen Wirtschaft etwas gutes: Wir gingen shoppen in der Dolphin-Mall. Ursprünglich nur als Zwischenstation gedacht, wurde es dann doch langfristiger. Eine gute Entscheidung, wie sich später heraus stellen sollte. Meine Aufgabe des Tages war die Suche nach einem Paar Schuhe, den "Converse All Star Light". Die ich eigentlich schon günstig online gekauft hatte, bis mich dann Converse darüber informiert hatte, dass sie nun doch nicht mehr auf Lager sind. Das nennt man Überblick... Aber ich hatte sie ja schon vorher in der Mall gesehen, wie schwer konnte es also sein, sie zu finden!? Sehr schwer. Es war wie die Suche nach einer seltenen Spezies, die sich immer wieder versteckt und von der nicht einmal die Einheimischen wissen, dass sie existiert. Zum ersten Mal sah ich ihn recht früh, allerdings war er nicht mehr in meiner Größe vorhanden. Macht ja nix, dachte ich, es gibt ja noch mehr Alternativen... Ich war in jedem einzelnen Laden, der Converse anbot. Die meisten kannten den Schuh überhaupt nicht, sahen mich entgeistert, und offenbar an meinem Verstand zweifelnd, an. Und mit der Zeit zweifelte ich mit. Spätestens dann als selbst der Converse-Store den Schuh nicht kennen wollte. Aber dann...quasi auf den letzten Metern, der Zielgeraden, kurz vor der endgültigen Kapitulation, sah ich ihn. Und nach einer kurzen Enttäuschung, als die Verkäuferin meinte, in meiner Größe sei er wohl nicht vorhanden, kam sie doch mit einem Paar aus dem Lager heraus. Danke! Und auch sonst waren wir sehr erfolgreich, wie das Foto oben unschwer beweisen dürfte. ;-)
Jedenfalls war es schon recht spät als wir den Konsumtempel wieder verließen - und das Wetter war auch nicht gerade verheißungsvoll. Was macht man also? Man fährt in die nächste Mall, geht dort etwas essen und ins Kino!
Wie ich schon sagte, eine gute Entscheidung, denn während wir in der Cheesecake-Factory auf unser Essen warteten, brachen im Himmel alle Dämme. Es regnete nicht, es duschte. Zum Glück saßen wir unter dem Dach während wir unser Essen und den obligatorischen Cheesecake (dieses Mal: Caramel Pecan Turtle) löffelten. Und auch nach dem Film, "X-Men Origins" inklusive "Blue Rasberry Fanta", in etwa mit der Farbe pürierter Schlümpfe, regnete es noch. Nicht gerade das, was man sich wünscht, wenn man am nächsten Tag in die Keys fahren will. Aber was sollten wir machen? Gebucht war gebucht...
Entgegen anders lautender Vermutungen, wird auch jetzt weiter gebloggt. Ich mach das schließlich nicht zum Spaß, nicht wahr!? ;-) Ich vertraute meinem Sightseing-Programm, das sich bisher schon zweimal bewährt hat und so hieß es gestern erneut: Entdecke South Beach! Erst einmal Frühstück in Davids Café (Häkchen!), dann, frische Kokonuss schlürfend (Häkchen!), durch die Lincoln Road Mall - und natürlich auch vorbei an Pizza Rustica. Die Mädels haben sich gefreut und fleißig Bernd begutachtet. Ist schon schön, wenn man das ganze ohne Arbeitsstress sieht ;-)
Weiter dann über den Ocean Drive, wo wir uns schon einmal zum üben neben unserem zukünftigen Zweitwagen platziert haben und zurück durch einige Läden. Anschließend dann Strand. Bernd bestand auf ein Mini-Styropor-Sufboard, das sich auch richtig gelohnt hat, denn gestern gab es tatsächlich einmal so etwas wie Wellen ;-) Abends hakten wir dann noch eines der Restaurants ab, das wir besuchen wollten: Iron Sushi. Lecker war's! Und gleich gehts zum shoppen :-)
...hier im Blog. Das lag unter anderem daran, dass Kasia arbeitsbedingt wieder unterwegs war und ich Abendschicht schob. Die Mittage habe ich eher ruhig gestaltet, es liegen schließlich gut gefüllt 10 Tage vor mir :-) Gestern habe ich mich allerdings ins Auto gesetzt und bin in Richtung Miami Lakes gefahren - zu einem Lädchen, das auf dem Antikmarkt anzutreffen war. Zauberhaft. Eine Besitzerin, mit der ich herrlich plaudern konnte und eine Menge zum stöbern. Und auch die Läden in der Nähe waren hübsch. Mal nicht das 117. Macy's, sondern Läden mit Besitzern. Okay, es gab auch ein Victorias Secret. Das habe ich aber, trotz des ungewohnten Anblicks der Ruhe in den Räumlichkeiten, nicht betreten.
Da bin ich lieber durch ein Kinderlädchen gewandert. Selten so viel Zeug in einem einzigen Geschäft gesehen, das Ding war voll bis unters Dach. Und alles vom Schlag "Nimm mich doch mit!". Für die Mädels Kleider, Schuhe, Haarschmuck und passende Handtaschen, für die Jungs Paul Frank usw. und dazwischen Schmuck für alle und etwas Spielzeug. Quasi Oilily potenziert. Da müsste man schon ein ganzes Kinderheim adoptieren, um die Shoppingfreude komplett ausleben zu können. Zur Stärkung habe ich dann noch ein Eis zu mir genommen. Aber nicht nur ne olle Kugel mit Streuseln drauf und so. Nein! In der "Cold Stone Creamery" werden die Zusätze mit Spachteln ins Eis eingearbeitet. So wurden meinem Cheesecake-Eis frische Früchte und Kuchenbodenkrümel implantiert. Lecker.
Könnte eine Alternative für zuhause sein, falls ich die Lizenz der "Cheesecake Factory" nicht bekommen sollte ;-)
Am Freitag feierte Allison, die Besitzerin von "Cotton", ihren Geburtstag. Abendessen beim Inder - und damit eine Erweiterung meines kulinarischen Horizonts im asiatischen Raum.
Treffpunkt war um acht, also war von vorneherein klar, dass ich nachkommen musste. Lustigerweise hatte ich Kasia genau um einen Fahrstuhl verpasst. Bei der Ankunft in der Garage wunderte ich mich schon, dass Kasias Auto dort stand, aber dachte mir dann, sie sei sicher mit Allison zusammen gefahren. In der Wohnung war sie schließlich nicht. Als ich dann wieder in der Garage ankam, war ihr Auto weg - und ich hegte leichte Selbstzweifel an meiner Auffassungsgabe. War es vielleicht garnicht ihr Auto gewesen!?
Im Restaurant angekommen, fragte ich nach, wann sie los gefahren sei und stellte fest, dass sie ein ähnliches Aha-Erlebnis hatte - nur eben mit meinem Auto, das "aus dem Nichts ohne mich" aufgetaucht war ;-) Des Rätsels Lösung: Die Fahrstühle, von denen mal wieder ganze zwei funktioniert hatten und ich daher den genommen habe, der nicht vollgestopft mit Leuten nach oben fuhr, sondern lieber den nächsten. Kasia wiederum ist wohl mit Nummer Eins nach unten gefahren. Aber zurück zum asiatischen Kontinent und seinen Kochtöpfen: Die Speisekarte war, wie erwartet, dicht bedruckt und voller unbekannter Begriffe. Nach langem Überlegen entschied ich mich für ein Chickencurry mit Tomaten (bitte fragt mich nicht nach dem indischen Titel), Schärfegrad Null. Aber letztlich probierte sowieso jeder bei jedem. Kasia, Allison und ihr Mann hatten Schärfegrad Drei - für mich schon ein kleiner Supergau im Mund und Rachenbereich.
Doch irgendwie ist es nicht so wirklich meins gewesen, zuviel Cumin irgendwie. Nicht schlecht, aber auch keine Offenbarung, da haben mich andere asiatische Länder schon mehr überzeugt ;-)Weit mehr überzeugt haben mich die Geschichten von einer der anwesenden Damen, die Virologin (oder etwas ähnliches) ist. Sie hat, nachdem früher oder später ja die Schweinegrippe Thema werden musste, etwas aus dem Nähkästchen geplaudert. Quasi ein "Best of" ihrer Experimente. Einmal wurde über ein Jahr hinweg Wein im Labor gekeltert. Das schrägste war aber zweifellos die "Geldwäsche".
Jemand wollte beweisen, dass Geldscheine ein Überträger für virale Erkrankungen sind und schleppte daher kofferweise Dollarscheine an, um diese dann "abwaschen" zu lassen, damit man in der Brühe dann Seuchenträger feststellen würde. Konnte man dann aber leider nicht. Wir dürfen also weiterhin beruhigt mit Bargeld zahlen. Vielleicht war es auch ein Kreditkartenhersteller!? Man weiß es nicht. Und was danach mit dem Geld passiert ist...keine Ahnung. Eine lustige Story allemal!
Eigentlich sollte ich ja heute auf Key Largo verweilen, aber das hat sich nun doch anders entwickelt als geplant. Nachdem gestern leider ödes Wetter war, hat Michael heute einen Tag am Pool bzw. Strand, dem Trip nach Key Largo vorgezogen. Da er sonst ja aussehen würde wie "aus Weiskirchen". Am Pool habe ich dann auch die ersten Saarländer gesehen bzw. gehört. Einem von ihnen fehlt offenbar der Limbacher Wald... Heute Abend geht der Pate dann zusammen mit Onofrio Motorräder kucken, da irgendwo an der US-1 ein Harley-Treffen statt findet. Ich gehe nun doch arbeiten (keine Ahnung, was sie hier in letzter Zeit mit dem Arbeitsplan anstellen) und lasse die Männer zusammen träumen...Dafür waren wir am Dienstag auf einer Insel. Zwar nicht Key Largo oder Key West, aber immerhin Key Biscayne, was südlich von Miami liegt. Viiiiiele schöne Häuser, ein großer Park mit Leuchtturm und eine Tankstelle, die meine Kreditkarte angenommen hat ;-)
Weitzman meets Weitzmann, der Stuart unseren Michael. Wir waren in der Aventura Mall unterwegs und da war ein Abstecher zum Edel-Schuhmanufakteur natürlich Pflicht. Auch im Laden drin waren wir und gerne hätten wir uns auch den Spaß gemacht, eine Kleinigkeit zu kaufen, um dann mit der Kreditkarte zu zahlen, aber leider war die günstigste Kleinigkeit etwa 200 Dollar teuer. Ansonsten hat Calvin Klein sicher bald einen neuen Lieblingskunden ;-) Und ich habe es tatsächlich geschafft, aus der Cheesecake Factory heraus zu kommen, ohne ein Stück Kuchen gegessen zu haben. Aber nach dem Salat war einfach kein Platz mehr, die Portionen sind richtig groß und auch sehr lecker. Nur an der Koordination in der Küche müssen sie offenbar noch arbeiten. Bei meinem Salat fehlte zuerst das Dressing ("Das muss frisch gemacht werden.") und dann war auch noch das Brot aus. Und gerade das habe ich wirklich gebraucht, denn mein "Spicey Chicken Salad" war richtig schön "chaaaaaaaaaf". Aber zu guter letzt fand sich auch das Backwerk ein, das - am Rande bemerkt - auch richtig gut ist. Und sogar körnig :-)
Der Donnerstag war für Downtown reserviert - aufgrund doppelter Sonnenbrandbeschädigungen auch mit Sicherheit die beste Idee. Erst einmal ging's mit dem "Metromover" zwischen den Hochhäusern hindurch, eine kleine Stadtrundfahrt kostenlos. Ist schon witzig, wie sie diese Bahn zwischen allen Gebäuden durchgezwirbelt haben.
Dann wechselten wir auf's Wasser - und ins Speedboot. Ein gelbes Geschoss namens "Thriller" legte im dortigen Hafen ab. Und es hat sich mehr als gelohnt!
Inklusive war Sightseeing der Residenzen der Berühmtheiten. Die liegen auf einer Insel vor Miami Beach's Südspitze - und man kommt nur mit Genehmigung drauf. Aber von der Wasserseite kann man sich schön anschauen, wie die Häuser von Gloria Estefan und Ricky Martin aussehen.
Wo Will Smith sein "Welcome to Miami"-Musikvideo gedreht hat, wo "Scarface" und die "Addams Family" ihr Zuhause hatten. Nicht zu vergessen natürlich "Miami Vice". Es waren auch einige Grundstücke zu haben. Echte Schnäppchen zwischen fünf und 15 Millionen Dollar - wie gesagt, nur der Boden, da steht noch nix drauf!Auf dem offenen Meer wurde dann richtig Gas gegeben. Mit 40 Meilen ging's vorwärts. Da fühlt man mal, wie hart Wasser sein kann. Hat richtig Spaß gemacht!
Im Hafen haben wir auch noch etwas gegessen. Argentinisches Steakhouse (ich werde Vegetarier nie verstehen ;-) ) mit Blick auf die Boote. Michaels Gehirn arbeitet auf Hochtouren, wie er selbst an so etwas ran kommt. Unterstützende Karriere-Ideen bitte per Mail an mich!In Miami Beach kam dann nach der erfolgreichen Schnäppchensuche im "Macy's" leider eine enttäuschende Nachricht: Keine Bahamas für uns. Die Schiffsgesellschaft, die das einzige Boot unterhält, das diese Tagestouren fährt, hat ausgerechnet jetzt beschlossen, dass das Ding einer Generalüberholung bedarf - in der Hochsaison. Schon sehr schlau...
Nachdem es Anfang der Woche noch hieß, es sei bis nächsten Montag wieder startklar, sind sie nun schon bei der ersten Mai-Woche und damit zu spät für uns. Faktisch wird es dann wohl Juni. Wo ist die deutsche Pünktlichkeit, wenn man sie mal braucht!? Wie mir der Mann im Reisebüro sagte, sei das ja auch das erste Mal in 30 Jahren. Soooo genau wollte ich das auch eigentlich garnicht wissen. Flugzeug wird zu teuer und zu aufwendig, also nix mit Insel. Vielleicht wird dann die Tour nach Key Larho etwas ausgiebiger. Wir werden sehen...
Und dann habe ich Michael noch kurz mein Zuhause nebst Kasia präsentiert. Wurde für gut befunden ;-)
Dank ebay ging es gestern Abend zum Basketball. Letztes Saisonspiel vor den Playoffs. Die American Airlines Arena ist beeindruckend: Bunt, blinkend und vollkommen durchorganisiert. Die Plätze waren zwar recht weit oben, aber immerhin genau Center Court, habe quasi an der Mittellinie gesessen. Schade war, dass die Halle höchstens zur Hälfte gefüllt war, aber es ging ja auch nur noch um die Goldene Ananas. Die Topleute haben daher auch nicht mehr gespielt.
Aber ein Erlebnis war's trotzdem. Vorher diverse Tanzgruppen und die obligatorische, ergreifend mit dem Saxophon gespielte, Nationalhymne. Das Spiel war in Ordnung, ging nach 88:88 in der regulären Spielzeit sogar in die Verlängerung und es wurde richtig spannend – und endlich auch mal richtig laut. Ansonsten muss man wohl wirklich bis zu den Playoffs warten, damit die Bude kocht. Am Ende haben die Heats jedenfalls gewonnen. Amtliches Endergebnis: 102 – 96.
Und wie erwartet, haben sich auch einiges Klischees bestätigt. Die Leute vor uns jedenfalls kamen erst einmal zu spät, gingen dann mittendrin Versorgungsgüter kaufen, verzehrten sie vor Ort und waren Mitte des letzten Viertels schon wieder weg. Warum man sich das dann antut...keine Ahnung. Und jeder fand es genial, wenn er auf der Anzeigetafel gezeigt wurde. Fünf Sekunden Ruhm!
Und in jeder noch so kleinen Unterbrechung, jeder Auszeit, wurde etwas verlost. Einer durfte mit Basketbällen etwas auslosen (dank ihm gab es im Hooters 48 Stunden lang ChickenWings in doppelter Portion. Danke!), ein anderer um Geld golfen. Zwei weitere sollten in 25 Sekunden mit einem Ball vier Freiwürfe treffen – und haben sich doch sehr schwer blamiert.
T-Shirts mit Kurz-Kreuzfahrten wurden in die Menge geschmissen (da lohnt sich doch ein teueres Ticket, denn bis zu den hohen Rängen kamen sie nicht...), unter bestimmten Sitzen befanden sich Freikarten, ein kleiner Junge gewann eine Kreuzfahrt für den besten „Robotertanz“ (Mami wird’s freuen) und so weiter...
Aber Highlight war zweifellos das Babyrennen. Man setzte sechs Babys auf einer Matte aus und dann wurde, von den Eltern gelockt, um die Wette gekrabbelt. Und es war echt spannend! Da hat die Halle fast mehr gekocht als während des Spiels.
Mal schauen, ob ich es zu den Playoffs wieder schaffe. Aber die Tickets sind leider irre teuer.
Etwas verspätet, aber dafür mit mehr Bildern, hier mein Besuch im „Miami Metro Zoo“ am Dienstag.
Und es war warm. Sehr warm. Gelobt sei die Klimaanlage in meinem Auto, denn Fenster aufmachen bringt da einfach nichts mehr. Ebenso gelobt sei die Tatsache, dass an diesem Tag dort wenig los war. Denn der Parkplatz hat Dimensionen, die eine eigene Tagesreise wert wären. Aber so war es dann doch sehr genehm.
An der Kasse habe ich dann noch, gemäß des Reiseführers, eine kleine Tramtour mitgebucht. „Vor und hinter den Kulissen“! Leider beschränkte sich das angepriesene „dahinter“ auf einen Schleichweg auf der Rückfahrt auf dem sonst nur Versorgungsfahrzeuge sein dürfen. Wahnsinn...
Aber sonst hat sich der Tag wirklich gelohnt. Der Zoo ist riiiiiesig, einer der größten, wenn nicht sogar der größte, der Welt. Daher wurden auch Rikschas verliehen und es gibt eine Schwebebahn. Für uns Mitteleuropäer sind allein die Pflanzen, die dort sowieso wachsen, und die heimischen Tiere interessant. Viele Tiere haben sich allerdings dem Wetter angepasst – und einfach nur rumgelegen, teils auch so gut wie unsichtbar. Käfige gibt es auch nicht, es ist alles mit Gräben getrennt. Oder man steht, wie in der Vogelvoliere, einfach mittendrin!
Eines der Highlights war auf jeden Fall das Füttern der Giraffen. Kostet natürlich extra, den großen Grazien drei Blätter hinzuhalten, aber ist auch einfach mal eine ganz neue Perspektive.
Eine eher unschöne Perspektive hat mir dann eine Familie geliefert. Passenderweise überbreit, meinte die Meute, es sei ganz toll, die Affen zu füttern. Ist ja nicht so, dass da riesige Schilder stehen, auf denen das untersagt wird – hat ja seine Gründe.
Jedenfalls war mir bei diesem Schauspiel nicht so ganz klar, welche Seite des Grabens nun evolutionär weiter gekommen ist. Die Affen waren mir allerdings sympathischer. Aber der Besuch hat sich gelohnt!
Anschließend folgte eine weitere Premiere: Taco Bell. Erst einmal hoffnungslos überfordert, da ich bei den meisten Sachen nicht wusste, wo nun der Unterschied lag. Und die Bedienung hatte auch ihren ersten Tag ;-)
Letztlich hab ich die Quesadillas umfahren und in der "Nicht ganz so kalorienreich"-Sektion zugegriffen: Ein Soft-Taco mit Hühnchen, Reis und Gemüse und ein Wrap mit Steak. Lecker war's. Danach war ich noch, zum Leidwesen meiner Füße, in einer Tangolektion. Zum Glück ohne anschließendes Tanzen, denn das wäre wirklich nicht mehr gegangen...