Nach dem Einführungsfilm im "Everglades National Park" hörte der Regen auf und wir konnten trockenen Fußes starten. Regenponchos für den "Worst Case" haben wir trotzdem gekauft. Umsonst zum Glück, denn das Wetter hielt.
Beim ersten hätte Alfred Hitchcock seine wahre Freude gehabt. Schwarze, Geier-ähnliche Vögel überall. Zum Glück aber leise, geradezu geräuschlos. Und los ging's dann auf die ersten beiden Wege, laut Reiseführer auch die besten des Parks.
Ist wirklich beeindruckend, was einen da umgibt. Skurile Bäume, Schildkröten, Fische und natürlich Wasser. Viel Wasser.
Die beiden anderen Wege, die wir ansteuerten waren leider wenig interessant. Einer führte quer durch den Pinienwald (sah fast aus wie in Südfrankreich), der andere gab einen Ausblick übers Land, das fast aussah wie die Savanne. Inzwischen hatten sich auch savannenähnliche Temperaturen eingestellt, es war erdrückend heiß. Perfektes Klima für Moskitos, wie man an meinen Beinen, trotz Anti-Mücken-Mittel, schnell sehen konnte.
Also machten wir uns auf den Rückweg, unser Magen verlangte auch nach Nahrung. Die fanden wir dann bei "Popeye's", einem der vielen Fastfoodtempel. Dort gab es aber nicht etwa Fisch und Spinat, sondern Hühnchen. Prinzipiell fritiert. Quasi wie bei dem Laden aus Kentucky.
Es war, wie erwartet, gehaltvoll - trotz der geringen Menge, die wir konsumierten. Gleichzeitig nutzte Bernd die Gelegenheit zu einer Getränkeverköstigung der Softdrinks. Es ging noch relativ harmlos los mit "Mountain Dew", das Getränk, was wir vergeblich bei Taco Bell zu bestellen versuchten. Absolut nicht mein Geschmack, aber immerhin noch trinkbar, ohne einem sofortigen Zuckerschock zu erliegen.
Dann folgte etwas, für das die deklarierte Geschmacksrichtung "Erdbeer" kaum zutreffend ist. Es schmeckte wie dreifach gezuckertes Erdbeerkonzentrat.
Das grandiose Finale bildete aber ein "Tropical Drink". Um es mal in der Weinsprache auszudrücken: Zu Beginn ansatzweise fruchtig, man bildet sich ein, man könnte erfrischt werden. Dann wird man aber von einer geballten Ladung Zucker erschlagen und im Abgang verbleibt nur eine Art pelzige Trockenheit, die man mit einer großen Menge Flüssigkeit zu bekämpfen wünscht. Fürchterlich.
Die Mädels haben sich gefreut, lecker war die Pizza auch. Anschließend gingen wir noch ins Kino. Dieses Mal in einen Film, der noch nicht in Deutschland lief: Terminator Salvation.
Solides Actionkino, wie erwartet. Und offenbar halten ihn einige Amis auch für den perfekten Kinderfilm. Nach dem Film sahen wir zwei Väter mit ihren lieben Kleinen: Einer vielleicht sieben, der andere höchstens fünf Jahre alt. Aber ist ja auch logisch, im Film hat sich ja keiner nackig gemacht...


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